Sollzinssatz erklärt

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Im deutschen bürgerlichen Recht allerdings ist der Sollzinssatz zunächst einmal eine so genannte Legaldefinition und unterscheidet gebundene und veränderliche Zinssätze. Gebundene Zinssätze sind demnach solche, bei denen der Zinssatz für die gesamte Kreditlaufzeit fest vereinbart wird. Das ist ein Großteil aller Kredite, angefangen über einen Konsumkredit bis hin zu einem Überziehungskredit des Girokontos.
Der veränderliche, auch variable Zinssatz genannt, bezeichnet indes Kredite, bei denen der Zinssatz nur für eine gewisse Zeit fest vereinbart wird. Man kennt diese variablen Zinssätze hauptsächlich aus der Immobilienfinanzierung, wo die Kredite zwar eine Laufzeit von 25 Jahren und länger haben, die Banken den Zinssatz aber nur für einen Teil dieser Laufzeit fest garantieren. Üblich sind Zinsbindungen von 10 Jahren. Danach wird der dann aktuell geltende Zinssatz für die nächste Finanzierungsrunde festgesetzt.
Die eher kompliziert anmutende gesetzliche Berechnungsgrundlage für den Sollzins macht bei Krediten mit variablen Zinssätzen den Zinssatz für die vereinbarte Laufzeit quasi zu einem Festzins.