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Existenzgründerkredite – das Vorhaben Selbständigkeit finanzieren

FINANZERIA.DE am 28. März 2009 – 15:56Keine Kommentare

Der Weg in die eigene Existenz ist zumeist mit hohen finanziellen Hürden gepflastert. Die meisten Vorhaben zum Aufbau eines eigenen Unternehmens sind mit Anschaffungen verbunden und können ohne einen Kredit kaum gemeistert werden. Unterstützt werden Existenzgründer in der Bundesrepublik Deutschland zunächst durch den Staat: Für die Dauer von neun Monaten, in einigen Fällen auch länger, wird der Gründer von staatlicher Seite unterstützt. Der so gewährte Existenzgründerzuschuss beläuft sich auf die Höhe des zustehenden Arbeitslosengeldes zuzüglich eines Fixums von € 300,-, das für Krankenversicherung und andere notwendige Betriebsausgaben vorgesehen ist. Allerdings muss dem Existenzgründerzuschuss eine Arbeitslosigkeit und eine damit verbundene vorher gegangene sozialversicherungspflichtige Tätigkeit zu Grunde liegen.

Existenzgründerkredite werden auch von Banken vergeben. In der Regel sind die Kredite hier an einen im Vertrag vereinbarten Ausgabenzweck gebunden, ähnlich wie bei einem Bauspardarlehen kann man den so erhaltenen Betrag also nicht etwa für eine Urlaubsreise verwenden. Ein negativer Eintrag bei der Schufa ist fast immer ein Grund, einen solchen Kredit zu verweigern.

Um einen Existenzgründerkredit bei der Bank zu erhalten, benötigt man in der Regel eine so genannte Tragfähigkeitsbescheinigung: Sofern die Bank eine solche Prüfung nicht selbst vornimmt, ist es notwendig, ein unabhängiges Gutachten eines beglaubigten Wirtschaftsgutachters vorzulegen, aus welchem hervorgeht, dass die beabsichtigte Unternehmensgründung eine Chance hat, am Markt zu bestehen. Hierzu muss die Existenzgründung ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit belegen, was etwa die erwarteten Einkünfte und die zu erwartenden Betriebs- und Lebenshaltungskosten des Gründers umfasst. Bei Akzeptanz eines solchen Business-Plans erhält der Neuunternehmer einen Existenzgründerkredit zu äußerst günstigen und sehr flexiblen Konditionen. Es lohnt sich allerdings immer, verschiedene Angebote einzuholen, da es eine beinahe unüberschaubare Anzahl konkurrierender Anbieter am Markt gibt.

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