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Avalprovisionen – Billiger als Cash-Kaution?

am 16. Mai 2011

Avalprovision © Kautz15 - Fotolia.com

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Privatleute oder Unternehmer müssen für einen Kredit oder andere Zwecke oft eine Sicherheit in Form von finanziellen Leistungen stellen. Diese Sicherheit wird auch als Bürgschaft oder Aval bezeichnet. Gerade für Unternehmen ist es jedoch nicht besonders sinnvoll, eine gewisse Summe in bar zu hinterlegen, auch Privatleute haben selten die entsprechende Summe als liquide Mittel zur Verfügung.

Um die Bürgschaft nicht für einen relativ hohen Zinssatz finanzieren zu müssen, bietet sich als Alternative ein Bankaval an, der in der Regel von der Hausbank gewährt wird. Für den Kreditnehmer hat dies verschiedene Vorteile. Zum einen muss dieser nicht liquide Mittel als Aval verwenden, sondern kann diese für andere Zwecke nutzen. Bei einer erstklassigen Bonität des Kunden übernimmt die Hausbank die Bereitstellung der Bürgschaft in der Regel ohne weitere Sicherheiten, und zu guter Letzt ist die dafür fällige Provision niedriger als die Kosten, die für eine Finanzierung der jeweiligen Summe anfallen würden.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Formen von Avalen, die von Banken übernommen werden. Je nach der jeweiligen Art der Bürgschaft wird dabei eine Avalprovision in einer anderen Höhe berechnet. Als Faustregel lässt sich sagen, dass die Avalprovision normalerweise zwischen einem und 2,5 Prozent der abgesicherten Summe liegt.

Einige Beispiele für Avale sind zum Beispiel das Hinterlegen einer Mietkaution durch den Mieter, für die man als Privatmann in der Regel das Zwei- bis Dreifache der monatlichen Miete aufbringen muss; im geschäftlichen Bereich spielen solche Sicherheiten zum Beispiel bei Bauunternehmen eine große Rolle, die im Rahmen der Gewährleistungsfrist bei entsprechender Vertragsgestaltung eine bestimmte Sicherheit hinterlegen müssen.

Die Berechnung von Avalprovisionen erfolgt monatlich, pro Quartal, halbjährlich oder jährlich, im Einzelfall sollte dies vorab mit der Bank besprochen werden.

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